Hauptmerkmale
- Schutz bei materiellen Schäden an Immobilien und Ausrüstung
- Erweiterung für Betriebsunterbrechungen nach einem Schadensfall
- Persönliche Gestaltung des Versicherungsschutzes je nach Branche und Art des Unternehmens
- Möglichkeit, außergewöhnliche Ereignisse und Katastrophen einzuschließen
- In den letzten Jahren haben Property-Versicherungen an Bedeutung gewonnen, was vor allem an der Zunahme von Schäden durch Naturereignisse liegt. Dieser Trend hängt mit der zunehmenden Häufigkeit und Intensität von durch den Klimawandel ausgelösten Naturkatastrophen zusammen, die signifikante Auswirkungen sowohl auf die Versicherungsbranche als auch auf die Versicherten haben.
Zunahme von Schadensfällen durch Naturereignisse
Laut Bericht des italienischen Instituts für die Aufsicht über das Versicherungswesen („IVASS“) aus dem Jahre 2024 repräsentieren die Bruttoprämien für die Deckung von Risiken durch Naturkatastrophen 6,6 % der Schadensversicherungsprämien des Marktes, wovon 86 % dieser Prämien sich auf Klimaereignisse beziehen. Im Jahr 2022 sind die Prämieneinnahmen für die Absicherung gegenüber Klimarisiken um 16 % im Vergleich zum Vorjahr auf 2,12 Milliarden Euro angestiegen. Gleichzeitig sind die Kosten für Schäden um mehr als 10 % gestiegen, wobei ein Schwerpunkt auf Hagelschäden lag. Im Einzelnen sind 72 % des Wertes aller Schäden durch Klimaereignisse auf Hagelschäden zurückzuführen, mit einer Schadenquote (loss ratio) von 111 %.
Auswirkungen für die Versicherungsbranche
Die Zunahme von Schadensfällen im Zusammenhang mit Naturereignissen hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Versicherungsbranche:
- Unterschiedliche Ansätze der Versicherungsunternehmen: Um sich den zunehmenden Schadensersatzforderungen zu stellen, erhöhen die Versicherungsgesellschaften die Tarife für die Sachversicherungen und wenden gleichzeitig einen technischeren Ansatz bei der Risikoprüfung an. Eine angemessene Einordnung des Risikos als Grundlage des Versicherungsmarktes, wird daher von entscheidender Bedeutung sein.
- Neudefinition des Versicherungsschutzes: Die Versicherungsgesellschaften ändern gerade ihre Zeichnungspraktiken, um das Risiko durch häufige katastrophale Ereignisse zu begrenzen, was zu einem verringerten Versicherungsschutz für Immobilienbesitzer führen könnte.
- Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Bereich: Zu beobachten ist ein wachsender Bedarf nach Partnerschaften zwischen dem öffentlichen und dem privaten Bereich, um innovative Versicherungslösungen zu entwickeln, wie parametrische Versicherungsverträge, die einen besser an die neuen Klimarisiken angepassten Schutz bieten.
Herausforderungen für die Versicherten
Für Immobilienbesitzer und Unternehmen stellen die steigenden Prämien und die mögliche Verringerung des Versicherungsschutzes signifikante Herausforderungen dar. Für die Versicherungsnehmer ist Folgendes besonders wichtig:
- Der eigene Versicherungsbedarf muss sorgfältig geprüft werden, wobei die spezifischen Risiken in dem jeweiligen geographischen Bereich zu berücksichtigen sind.
- Maßnahmen zur Minderung des Risikos sind zu ergreifen, wie der Einsatz von Schutzsystemen gegen Wetterereignisse, um die Wahrscheinlichkeit zu senken und die Schwere der Schäden zu verringern.
- Die Aufrechterhaltung eines ständigen Dialogs mit den Versicherungsgesellschaften, um die Versicherungsverträge an neue Bedürfnisse und an Änderungen bei den klimatischen Bedingungen anzupassen.
Abschließend lässt sich also schlussfolgern, dass die klimatischen Entwicklungen sowohl von den Versicherungsgesellschaften als auch von den Versicherungsnehmern einen proaktiven Ansatz erfordern. Property-Versicherungen müssen sich an neue Risikoszenarien anpassen und in einer Umwelt, die sich durch zunehmende Unsicherheit auszeichnet, einen wirksamen und nachhaltigen Versicherungsschutz sicherstellen.